
Die amerikanische Glücksforschung auf einen Blick
In den USA ist das Recht auf Glückssuche ("pursuit of happines")
jedem Bürger verfassungsmäßig garantiert. Deshalb gibt
es dort - einzig auf der Welt - eine wissenschaftliche Richtung, die sich
"Glücksforschung" nennt.
Zu den Größen dieses Faches zählen die Professoren Ed
Diener, David Myers, Martin Seligman (Uni Pennsylvania) und Mihaly Csikzentmihaly
(Uni Chicago). Sie erforschen, weshalb manche Leute fröhlicher, leichter
und glücklicher leben - und was jeder davon profitieren kann.
Denn mit Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnort, Reichtum oder Bildung
hat das Glücksgefühl nichts zu tun. Nicht einmal mit den großen
Ereignissen des Lebens. Doch womit sonst? Hier kommt die Antwort. Denn
pünktlich zum neuen Jahrtausend haben die Experten ihre Erkenntnisse
präsentiert. Hier sind die 13 Kicks zum persönlichen Glück:


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1) KICK durch richtiges Fragen |
"Es ist nicht so, dass manche Leute mehr Glück haben als andere",
erklärt Martin Seligman von der Uni Pennsylvania. "Die Glücklichen
gehen nur anders mit den Ereignissen um. Sie fragen z.B. nicht "Warum
passiert etwas?" sondern "Wozu geschieht es?"
Jene Menschen, die leichter leben, haben genau so viel Pech wie andere
Menschen auch und erleiden statistisch gesehen sogar im Durchschnitt die
gleiche Anzahl an Schicksalsschlägen.
Aber sie vergeuden nicht so viel Zeit mit Fragen wie: "Warum passiert
das ausgerechnet mir?" oder "Warum muss das überhaupt sein?",
sondern sie fragen: "Wozu ist das gut?", "Wie kann
ich dieses Problem lösen?", "Was kann ich jetzt tun, um
meine Situation zu verbessern?" oder "Welche Möglichkeit
gibt es jetzt für mich, um weiter zu kommen?".
Mit anderen Worten: Sie denken nicht problemorientiert, Sie denken lösungsorientiert!



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Stellen auch Sie die richtigen Fragen! |
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8) KICK durch Dankbarkeit
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Die Glücklichen sind dankbarer. Einfach, weil sie glücklich
sind?
Nein, meint Prof Mihaly Csikzentmihaliy, es ist umgekehrt:
Sie sind glücklich, weil sie dankbar sind.
"Menschen, die mit dem Schicksal hadern, richten ihre Aufmerksam-keit
auf das, was sie unzufrieden macht. Die Glücklichen hingegen
haben ihren Blick trainiert für die Dinge, die erfreulich
sind."
Das lässt sich nachmachen. "Wer sich jeden Tag aufzählt,
wofür er dankbar sein kann, schärft seine Wahrnehmung
für die angenehmen Seiten des Lebens. Er/sie denkt, fühlt
und lebt dadurch einfach immer fröhlicher."
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10) KICK durch vollen Akku
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"Die meisten Leute sacken ab, wenn sie erschöpft und
frustriert sind", erklärt Prof. Ed Diener von der University
of Illinois. "Die Glücklichen wissen, wie sie ihren
Energiespeicher schnell wieder auffüllen können."
Sie nutzen etwas, das die Forscher Akku-Liste nennen. Darunter
versteht man eine individuelle Zusammenstellung von Dingen, die
Energie bringen. Dazu kann etwa gehören: Musik hören,
in der Badewanne liegen, etwas Schönes einkaufen, jemanden
beschenken, Wasser trinken, etc.
Diener: "Wir raten jedem, sich eine Akku-Liste anzulegen.
Nicht im Kopf, sondern schriftlich - damit sie da ist, wenn die
Gedanken im Düsteren kreisen."



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womit Ihre Batterien sich wieder aufladen lassen!
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13) KICK durch Spiritualität
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Es lässt sich nicht leugnen: Spirituelle Menschen sind
glücklicher. Und obendrein auch gesünder. David Larson,
Chef des US-Health Research Institutes, kann das statistisch nachweisen.
Vermutete Gründe: Der Glaube verleiht dem Leben Sinn, gibt
das Gefühl des Aufgehobenseins - jedenfalls dann, wenn die
Religion keinen Zwang ausübt und - noch wichtiger - keine Schuldgefühle
hervorrufen will.
Welche Religion darf es sein? "Jede", meint Prof.
David Myers, "Grundsätzlich gilt: Menschen, die einen
Sinn im Leben sehen, die sich an verbindliche Wertvorstellungen
halten und die auf etwas Höheres vertrauen, sind wesentlich
gesünder und glücklicher."



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Glaube ist das Wissen, dass es ein Meer geben muss, wenn
man einen Bach sieht!
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